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- Die
Architektin Andrea Vogel-Sonderegger baut Passivhäuser aus Überzeugung. Seit 15 Jahren
beschäftigt sie sich
- damit
und ist gefragte Spezialistin für diese nachhaltige und zukunftsweisende Bauform, die den
Bewohnern und der
- Umwelt
so viele Vorteile beschert.
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- Niedrigenergiehaus,
Nullenergiehaus, Plusenergiehaus und Passivhaus - die Standards und Bezeichnungen
- für
energiesparendes Bauen sind verwirrend. Was genau ist ein Passivhaus?
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- Bei
einem Passivhaus liegt der jährliche Heizwärmebedarf pro m2 unter 15 KWh. In anderen
Worten ausgedrückt heißt
- das,
dass ein Passivhaus mit 1,5 Liter Öl pro m2 pro Jahr beheizt werden kann. Das ist extrem
wenig.
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- Wie
würden Sie mich davon überzeugen, ein Eigenheim im Passivhausstandard zu bauen?
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- Ein
Passivhaus bietet Ihnen einfach die beste Lebensqualität und den höchsten Wohnkomfort.
- Durch
die sehr gute Wärmedämmung entspricht die Oberflächentemperatur nahezu der
Innenraumtemperatur. Das heißt,
- dass
sich alle Wände und der Boden angenehm und warm anfühlen. Es gibt keine kalten Ecken
oder das Gefühl von
- zugigen
Fenstern. Man fühlt sich rundum wohl. In einem Passivhaus können Sie im November noch
barfuß und im
- T-Shirt
ohne Heizung sein. Einer meiner Bauherren hat gesagt, er fühle sich Zuhause wie im
Dauer-Urlaub,
- einfach
herrlich.
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- + +
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Photovoltaik
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Erdwärme
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- Aber
Passivhäuser sind im Bau bis zu zehn Prozent teurer.
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- Das
stimmt so nicht ganz. Mit einem klug geplanten Gesamtkonzept, bei dem Architektur und
Technik optimal
- aufeinander
abgestimmt sind, müssen Sie mit 5 - 8 % Mehrkosten rechnen. Unterm Strich sieht es aber
ganz anders
- aus.
Werden Förderungen in Anspruch genommen und die niedrigen Betriebskosten berücksichtigt,
dann ist bei einer
- Finanzierung
die monatliche Belastung sogar geringer als bei einem herkömmlichen Haus.
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- Stichwort
Architektur" - gibt es eine spezielle Passivhausarchitektur? Muss man bei der
Planung
- Kompromisse
oder Abstriche gegenüber einem normalen Haus hinnehmen?
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- Grundsätzlich
ist fast alles möglich. Was auf Grund architektonischer Ansprüche nicht gelingt, kann
mit Technik
- kompensiert
werden. Idealerweise unterstützt aber die Architektur die Anforderungen der
Passivhäuser, z.B. durch die
- Ausrichtung,
die Größe der Fenster, usw. Mein Ziel ist es immer, interessante Architektur mit hoher
Funktionalität zu
- verbinden.
Und ganz wichtig - den Bauherren muss es auch gefallen.
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- Am
liebsten würde ich einmal ein Haus mit organischer Formensprache - ein kugelförmiges
Haus -bauen. Das ist die
- ideale
Form für ein Passivhaus. Bis heute habe ich aber leider noch keinen Kunden gefunden, der
sich dafür begeistern
- konnte.
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- Ein
aktuelles Projekt heißt Passivhus". Erzählen Sie uns etwas über dieses
Vorhaben.
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- Uns
steht ein Traum-Grundstück in einer sonnigen Panoramalage in Bludenz zur Verfügung. Dort
soll in Zusammenarbeit
- mit
dem Generalunternehmen Dobler Bau ein Passivhaus mit 3 Einheiten errichtet werden. Das
wird kein Standardhaus,
- sondern
Architektur mit Mehrwert, an die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner angepasst. Es gibt
bereits einen
- Vorentwurf,
und wir suchen noch Familien oder Paare, die sich für dieses nachhaltige Wohn-Konzept
begeistern können.
- Auch
in Ludesch und in Mäder gibt es ähnliche Projekte.
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- Bereits
1996 wurde in Vorarlberg das erste Passivhaus errichtet. Sie selbst konnten schon über
- 56
Wohneinheiten und mehrere Einfamilienhäuser mit Passivhausstandard realisieren. Wie sind
die
- Erfahrungen
der Bewohner?
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- Die
Menschen fühlen sich einfach wohl darin und freuen sich über den geringen Energiebedarf.
- Ich
verwende bei meinen Projekten möglichst viele natürliche Materialien, wie Lehmputze,
geölte Holzoberflächen, etc.
- Das
wirkt sich zusätzlich positiv auf das Raumklima aus.
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- In
der Öffentlichkeit halten sich hartnäckig diverse Vorurteile gegen Passivhäuser, allen
voran, dass keine
- Fenster
geöffnet werden sollten. Was sagen Sie dazu?
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- Passivhäuser
sind dicht. Lüften ist, wie in jeder anderen Wohnung auch, regelmäßig notwendig. Das
kann mit einer
- kontrollierten
Be- und Entlüftungsanlage ohne Zeitaufwand geschehen oder von Hand mit geöffneten
Fenstern.
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- Was
müssen Bauherren bedenken, die nicht neu bauen, sondern ihr Haus umrüsten wollen?
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- Wichtig
ist, dass man eine Sanierung mit einem Gesamtkonzept angeht, inklusive Zeitplan, Budget,
usw. Dann wird
- auch
der Kosten- und Zeitrahmen eingehalten. Sanierungen sind ressourcenschonender und oft
preiswerter als
- Neubauten.
Übrigens sind die Förderungen derzeit sehr hoch!
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- Der
Passivhausmarkt hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Die IG Passivhaus
prognostiziert in einem
- Best-Case-Szenario
für das Jahr 2020 den Anteil der Neubauten mit Passivhausstandard mit bis zu 98%. Wie ist
- Ihre
persönliche Einschätzung? Glauben Sie, dass in einigen Jahren das konventionell beheizte
Haus
- Geschichte
ist?
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- Ja,
davon bin ich überzeugt.
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- Dipl.-Ing. Dr.techn. ANDREA
VOGEL-SONDEREGGER
ARCHITEKTUR
ENERGIEEFFIZIENZ
PROJEKTENTWICKLUNG
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